Archiv für die Kategorie ‘Las Vegas’

Pokerparty

Mittwoch, 09. Juli 2008

Der Tag gestern ging schnell rum, ausschlafen, etwas shoppen und den günstigen Dollar ausnutzen und dann war es auch schon Zeit für die PokerStars Party im Rain Club im Palms. Vor dem Club eine ewig lange Schlange, es wollten wohl noch mehr Leute Dita im Sektglas planschen sehen.

Dank guter Beziehungen ließ sich die Schlange aber umgehen und dann ging es ab ins Vergnügen. Als erstes liefen mir die Australier über den Weg die ich im Binions kennengelernt hatte, zusammen ging es dann an die Bar. Während ich mir ein Bier bestellte sah ich neben mir Dario Mineri der gerade dabei war mit einer etwas angetrunkenen Lady anzubendeln. Auf dem Weg zurück lief mir dann noch Daniel Negreanu über den Weg, er kann zwar Pokerspielen, aber tanzen sollte er besser lassen, sah sehr seltsam aus.

Der Auftritt von Dita war wirklich mal was anderes, mehr Stil als auf St. Pauli, dafür weniger Haut. Es war auch mehr Entertainment als Erotik. Gerüchteweise heißt es ja, dass sei das einzige was sie kann, aber das kann sie dafür wirklich gut.

Fotogalerie

Freitag, 04. Juli 2008

Da es wohl einige Probleme je nach Browser gibt, gibt es alle Bilder nochmal hier auf einer extra Seite.

Gestern am Pokertisch

Freitag, 04. Juli 2008

Der Dealer übersieht einen Bet auf dem Flop in einer Heads Up Situation und dreht den Turn um, etwas überfordert wie er die Situation regeln soll ruft er den Floorman der gerne aushilft: “You are fired and you two guys are out of the tournament.”

Day off

Donnerstag, 03. Juli 2008

Nachdem es gestern ja recht spät wurde, war es heute ein eher ruhiger Tag, ausschlafen und dann ab an den Pool. Auf der Suche nach einem freien Platz kam ich an einem Schild vorbei ‘European Sunbath - Must be 21 to enter’, was konnte das wohl sein? Wie sich dann herausstellte, handelt es sich um einen Bereich in dem Frau topless in der Sonne liegen darf. Aber warum muss man dafür 21 sein?

Am späten Nachmittag ging es dann mit Stephan Kalamer an den Pokertisch, einen kleines privates Livecoaching. Nicht viel passiert, am Ende bin ich wieder mit der gleichen Summe gegangen mit der ich gekommen war, dafür noch den ein anderen Tipp mitgenommen.

Morgen geht das Main Event los, zwar noch nicht für mich, ich starte erst am vierten Tag, aber ich werde mal vorbeischauen wer alles dort ist.

Fermont Street

Mittwoch, 02. Juli 2008

Nach einem kurzem, durch Jetlag verursachten, Schläfchen ging es auf die 888 Welcome Party in der del Torro Lamburghini Lounge. Neben aus der Pokernight bekannten Gesichtern wie Stephan Kalhamer, Roy Decker, Michael Keiner und Thomas Brdaric war auch Toni G da, mit Kamera und Host seiner eigenen Pokersite (@ GIGA: und ich?)

Ansonsten war die Party zum folden, besonders die Musik, Techno (Nik, Rico und Svenja würden jetzt wieder mit irgendwelchen Wörter wie Trance, House o.ä. um sich schmeißen, aber Musik aus dem PC ist halt keine…)

Wenn schon keine Party in Vegas, dann doch wenigstens pokern. Stephan hatte noch einen Termin, also bin ich mit Roy losgezogen zum nächsten Pokerroom, dem im Venetian, leider war der mehr als voll und die Warteliste zu lang. Auf zu Plan B, ab nach Downtown Las Vegas, zur Fermont Street. Mein erster Eindruck, das absolute Gegenteil zum Strip, alles sehr relaxt, keine Flyerverteiler, Livemusik und vorallem günstiger.

Beide absolut overdressed noch von der Party, stellte sich die Frage Binions oder Golden Nugget, für mich war die Sache klar, auf ins Binions, dem Ursprung der WSOP. Wenn das mal kein Fehler war. Das gewonnene Geld vom Morgen löste sich innerhalb von 2,5 Stunden in Luft auf, dafür gabs die Hall of Fame of Poker und neue Bekanntschaften aus Australien. Zusammen mit Roy und mir saßen Vater und Sohn aus Australien, beide gute Spieler, an einem wirklich harten Tisch, an dem man nur einen wirklich schwachen Spieler ausmachen konnte. Sowohl Roy, als auch ich waren absolut Card Dead, mir brachen drei Hände das Genick, AQ (btw. meine Finale Hand im WSOP Satellite) gegen AK bei einem Flop von AQK, die Akkus (99 für nicht Pokernight Zuschauer) gegen JJ und KJ mit einem Allin auf einem Diamond Flop mit J high, natürlich hatte der Caller ein Diamond und bekam seinen Flush. Man muss auch wissen, wann man aufhören soll.

Während Roy noch etwas Schadensbegrenzung betreiben wollte, ging es für mich noch was auf die Fermont Street, schauen was dort noch los war, und ich muss sagen, absolut nix; Casinos leer verglichen mit dem Strip, auf der Straße kaum noch wer. Es scheint, dass Downtown langsam stirbt. Schade eigentlich.

Zurück im Casino auf dem Weg zum Pokerroom traf ich die Aussies wieder (Foto unten mit Roy und mir) und wurde spontan zu mehreren Drinks eingeladen; so kann man sein Geld auch zurückbekommen, mit 19% in Whiskey Cola.

Nachdem Roy wieder im Plus war, gabs noch eine lustige Runde und es ging anschließend wieder zurück auf den Strip ins Hotel.

Angekommen im Zimmer läuft im TV die neuste Folge von Poker after Dark; nix gegen Michael Körner, aber so ganz ohne Kommentar, nur mit Tabletalk ist auch ganz schön. Das einzige was nervt ist die machen-sie-noch-mehr-Schulden Werbung; war da nicht gerade was mir Häusern und so…
Best joke:
Helmuth: Most I lost was about $ 500.000 in Chinese against Ivey.
Negreanu: Really, did you play $ 50 per point?

Hier noch ein paar Bilder von heutigen Abend

Tag eins in Las Vegas

Dienstag, 01. Juli 2008

Heute gabs erstmal was Sightseeing auf dem Weg vom Venetian zum Rio durch das Cesar’s Palace.

Bericht eines Pokerreisenden

Dienstag, 01. Juli 2008

So, geschafft, ich bin in Las Vegas, ein total verrückte Stadt, und ein Mordstrip hierhin. In Düsseldorf war alles noch recht entspannt, eine kleine Schlange vor dem Check In, aber genug Zeit nach der Gepäckaufgabe noch was zu essen, den Duty Free Shop zu plündern, eine Stange Zigaretten und etwas russischen Wodka für 30 Euro, und noch was zu Bloggen, dachte ich. 4 Euro für 30 Minuten WLAN, bin jetzt ja kein Schwabe, aber das war selbst mir zu viel, ich wollte ja nicht gleich den Hot Spot kaufen.

Dann ging es los, erstmal Richtung Chicago über England, Island, Grönland (da gibt’s am Südende wirklich kaum noch Eis, die globale Erwärmung gibt’s wohl doch…), Kanada und dann auf O’Hare gelandet. Trotz Verspätung in der Altbierstadt sind wir noch einigermaßen pünktlich gelandet. An dieser Stelle mal ein Lob an Lufthansa, wirklich super Service, nettes Personal, soviel Trinken und Essen wie mal will, und wirklich Platz für die Beine (gut, meine sind auch nicht die längsten).

Da ich zum Umsteigen nur knapp 90 Minuten Zeit hatte, war ich etwas gestresst. Aber vor dem Umsteigen erstmal die Einreisekontrolle. Was die Amis an Freundlichkeit im Einzelhandel lernen, ist bei den Jungs von der Einreisekontrolle wohl nicht angekommen. Gut, unfreundliche Grenzer kenne ich schon aus Russland, aber da sind die Verkäufer auch nicht besser.
Ein sichtlich gelangweilter ca. 19 jähriger Grenzer (darf ne Knarre beim Job tragen, andere doof anmachen, wenn man nochmal nachfragt, aber ein Bier trinken und ins Kasino noch nicht, was stimmt hier nicht?) macht ein Foto von mir, scannt meine Fingerabdrücke und stellt komische Fragen. Das wars, 30 Minuten für ein paar Infos die ja auch dank Stasi 2.0 schon in meinem Pass stehen. Aber lieber selber machen, als sich auf Schäuble verlassen, kann ich auch verstehen.

Dann den Koffer vom Band nehmen, ca. 10 Meter durch den Zoll tragen und wieder auf ein Band stellen, damit der Koffer weiter zum nächsten Flug kommt, auch irgendwie sinnfrei.

Mittlerweile war es 5 Minuten vor Boarding Time, und Chicago hat nicht gerade den kleinsten Flughafen der Welt, wo in Frankfurt noch über weiter Landebahnen gestritten wird, gibts gleich ein paar. Also ab in den Zug und dann im Laufschritt zum Terminal 1. Erstmal aber wieder Sicherheitskontrollen, Schuhe aus, allen Elektrokram aus der Tasche, und ab in den Durchleuchter. Auf der anderen Seite angekommen, sehe ich wie ein älterer asiatischer Sicherheitstyp meinen Rucksack aufmacht, die in Düsseldorf extra vom Duty Free Shop versiegelte Tüte aufreisst und sich meinen Wodka unter den Nagel reißt. Auch mein ‘but it was sealed’ half nicht. Regeln sind Regeln, aber gut das ich Shop und beim BGS nochmal extra gefragt habe. Die 10 Euro werde ich dann je zur Hälfte dem Flughafen und Wolfgang Schäuble in Rechnung stellen.

Im Laufschritt weiter zum Gate, dass Boarding lief noch, wenigstens etwas Gutes. Aber ich hätte mir auch noch 1,5 Stunden Zeit lassen können, irgendein Teil im Laderaum war kaputt, was unseren Abflug dann mal um 90 Minuten verzögerte. Und was ein Unterschied zu unserer Kranich Airline, enge Sitzreihen, selbst für mich kaum Platz (Rico hätte die Knie an den Ohren gehabt) und zu trinken gabs nur Wasser und selbstangerührte Limo, alles andere $ 5, Schnäppchen. Dafür der coolste Kapitän der je ein Flugzeug geflogen hat ‘Hey Folks, I’m just as **** as you are, but when everything ist fixed, I bring you right to the money. And I hope you got your Swimsuit, cause Vegas without ist no fun.’ Hat das schonmal ein Lufthansa Pilot über die Lippen bekommen? Danach lief er durch die Reihen, hielt Smalltalk und machte die Bodencrew schlecht.

Wie sich dann auf dem Flug herausstellte, saß neben mir ein Kollege der schreibenden Zunft aus Schweden. Da wir beide nach ca. 10 Minuten feststellten, dass ‘Horton hears a Who’ (der Film lief im Boardkino) wohl der schlechteste Zeichentrick der Filmgeschichte ist, faschsimpelten wir den Rest des Fluges.

In Vegas gerade am Gepäckband angekommen, erklang mein Namen, ich solle mich mal am United Schalter melden, letzte Hoffnungen, dass der Sicherheitsbeamte bei Wolle Schäuble nachgefragt hat und meine Wodkaflasche nachgeschickt hat kamen auf. Aber nix war, mein Koffer war noch in Chicago, super. Wie kann man denn auch Verbindungen raussuchen, die man kaum selbst schafft, und das Gepäck nicht mal mit 90 Minuten Verspätung.

Hier die ersten Bilder, bald mehr, die Tische warten.